Essay: Das Viertel lebt!

Machtkonstruktion im Bremer Viertel
durch die private Aneignung öffentlichen Raums

Das Bremer „Viertel“ ist schon lange ein Politikum. In den 1970ern ein sozialer Brennpunkt, der zugunsten einer Schnellstraße abgerissen werden sollte und heute ein Ort an dem Nachteulen tanzen und Akademiker ihre Kinder großziehen. Aufgrund seiner zentralen Lage, der guten Anbindung und des reichhaltigen kulturellen Angebots, gibt es am Ostertor nach wie vor viele Interessenskonflikte, die sich nicht bloß in zwischenmenschlichen Beziehungen äußern, sondern auch in der Gestaltung des öffentlichen Raums Ausdruck finden. Lasst uns einen Spaziergang unternehmen und die lokalen Machtverhältnisse ablesen.

Beginnen wir unseren Rundgang in der Kreuzstraße, einer ruhigen, gepflasterten Einbahnstraße zwischen Ostertorsteinweg, Sielwall, Osterdeich und Goetheplatz. Zwischen Einkaufsstraße, Partymeile, Grünanlage und Theater. Seit nun mehr eineinhalb Jahren wohne ich hier, in einem der dreistöckigen Altbremer Häuser mit abgezäuntem Vorgarten und einer kleinen, „halben Treppe“ vor der Haustür. Während dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit, mich mit dem Viertel und seinen BewohnerInnen vertraut zu machen, ohne meine Beobachterposition vollends gegen die eines Locals einzutauschen.
Als Teil einer Studenten-WG lebe ich in guter Nachbarschaft mit junggebliebenen Ökos, Familien und AnhängerInnen der alternativen oder linken Szene. Wir führen ein freundliches Miteinander, sitzen Kaffee trinkend vor unseren Häusern, grüßen uns mit Namen und teilen uns die Zeitung. Einmal gab es sogar einen gemeinschaftlichen Lagerfeuerabend auf der Straße. Geld ist hier nicht so wichtig, denn wer kein großes ökonomisches Kapital¹ besitzt, ist zumindest durch soziales oder kulturelles Kapital ausreichend abgesichert, wodurch einer gemeinschaftlichen Kultur des Teilens und des Verzichts nichts im Wege steht. Dies zeigt sich am genossenschaftlich organisierten Bauernladen, bei dem auch meine Wohngemeinschaft Mitglied ist, und anhand der privaten Gestaltung des öffentlichen Raums. An den Zäunen vieler Vorgärten hängen beispielsweise kleine Kisten, in denen die HausbewohnerInnen überflüssige und oft auch schöne Dinge verschenken. Gerade wurden neue Gegenstände in die Kisten gelegt. Ist etwas interessantes dabei? Lasst uns einen Blick hinein werfen.

Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Kiste mit Wörterbüchern, Schallplatten und Wanderkarten als Institution, die dabei hilft, sozialen Regeln zu definieren und zwischen AnwohnerInnen und BesucherInnen zu unterscheiden: Als Teil der In-Group teilt die schenkende Person Gegenstände, welche das kulturelle Kapital dieser Gruppe repräsentieren. In unserem Beispiel: Wörterbücher, Schallplatten und Wanderkarten. Darüber hinaus definiert sie einen sozialen Raum, in dem jeder mehr als genug hat, wodurch gemeinschaftlich geteilt werden kann. Die Geschenke-Kiste stellt die Passanten also sowohl ökonomisch, als auch kulturell auf die Probe. Zuerst wird überprüft, ob die Testperson auch über ausreichend ökonomisches Kapital verfügt, oder ob sie aus Geldnot auf Geschenke angewiesen ist. Während sich die erste Person in Ruhe umschauen würde und nur ausgewählte Gegenstände mitnähme, würde die zweite beschämt nehmen, was sie kriegen kann. Wenn nicht alles mitgenommen wird, stellt sich die Frage, welche Gegenstände die Testperson mitnimmt und warum. Besitzt sie das nötige kulturelle Kapital um den Wert wertloser Dinge zu erkennen? Spricht sie Fremdsprachen, hat sie einen Plattenspieler oder genießt sie es ihre Umwelt wandernd zur erkunden?

In Form der Geschenke-Kisten offenbart sich also eine Institution, welche das positive Miteinander der In-Group stärkt, Nichtzugehörige als solche diskriminiert und somit eine homogene Gemeinschaft fördert. Wenn bereits ein Geschenk, den sozialen Raum dermaßen beeinflussen kann, sollten wir uns mein Wohngebiet unter dem Aspekt der Machtverteilung noch einmal genauer ansehen.

Ich wohne also in der Kreuzstraße, einer verkehrsberuhigten Zone in unmittelbarer Nähe verschiedener kultureller Institutionen und eines innerstädtischen Naherholungsgebiets. Es handelt sich also um eine privilegierte Wohnlage. Wie oben beschrieben, ist das Straßenbild geprägt von Altbremer Häusern, welche sich durch die Haustüre im Hochparterre, hohe Decken und wenige Stockwerke auszeichnen. Man könnte also sagen, hier stehen vor allem Häuser, die viel Raum für wenig Personen reservieren und ihnen die Möglichkeit geben aus dem höher liegenden Erdgeschoss auf Außenstehende herabzublicken.
Es steht also viel Raum für wenig Leute zur Verfügung, wodurch die Anwohner nicht, wie in Städten üblich, eine soziale Distanz kreieren müssen, um die starke räumliche Nähe zu mindern. Sie grüßen sich, kennen sich mit Namen und helfen sich gegenseitig aus. Unterstützt wird dieses soziale Miteinander insbesondere durch das Vorhandensein der Vorgärten. Wer sich nämlich im Vorgarten aufhält, kann eindeutig als BewohnerIn des dazugehörigen Hauses identifiziert werden. Da viele AnwohnerInnen Zeit auf den Treppen ihrer Häuser verbringen, ist es möglich im vorbeigehen einen Kontakt zu knüpfen. Was für Insider einer ein freundliches und aufgeschlossenes Straßenbild ergibt, erfüllt gegenüber Außenstehenden eine kontrollierende und beschränkende Funktion. Nur wer die sozialen Codes beherrscht, flaniert, an den Blumen riecht und freundlich grüßt, kann an den Vorzügen des sozialen Miteinanders teilhaben. Die freundlich grüßenden KaffeetrinkerInnen, achten nämlich auch darauf, dass die sozialen Regeln der Straße eingehalten, der Hundekot aufgehoben und der Einpark-Unfall gemeldet wird. Allein durch ihre Präsenz entsteht eine Kontrolle, die meist keinerlei Worten bedarf.
Diese Beschneidung der Bewegungsfreiheit Außenstehender wird durch die Raumgestaltung unterstützt und greift selbst, wenn niemand vor Ort ist. Mithilfe des Gartenzauns manifestieren die Anwohner ihren Machtanspruch über den Raum zwischen Haustür und Straße, welcher durch überragende Bepflanzung und Blumenkübel auf dem Gehweg teilweise noch erweitert wird. Wie explizit dieses Herrschaftsrecht verstanden wird, zeigt sich, wenn eine unbekannte Person ihr Fahrrad an ebenjenen Zaun schließt. Zwar entspricht das Fahrradfahren an sich, dem umweltbewussten, wohlstandsnegierenden Miteinander der Viertel-Bewohner, da diese ihre Räder aber an den eigenen Zaun schließen, outet sich jeder Besucher direkt als nichtzugehörig. Während einige Personen Verbotsschilder an ihren Zäunen anbringen, brechen andere die Schlösser der abgestellten Räder auf, oder sichern sie mit einem zweiten Schloss, was die radfahrende Person dazu zwingt zu klingeln und sich zu rechtfertigen.

Nun könnte man einwenden, dass die Kreuzstraße gar nicht so homogen sein kann, wie sie hier dargestellt wird. Schließlich wohnt der Autor ja in einer Studenten WG, einer Gemeinschaft von Leuten, die sich aufgrund ihres geringen ökonomischen Kapitals eine Wohnung teilt. Was auf den ersten Blick wie eine schlüssige Kritik wirkt, erweist sich bei genauerer Betrachtung allerdings als Bestätigung meiner Thesen. Zwar stimmt es, dass sich an unserem Haus keine Geschenke-Kiste befindet und ein Großteil der verschenkten Dinge in unserem Haus landet. Allerdings   werden wir hierfür keineswegs diskriminiert, schließlich sind wir Studierende und haben nur vorübergehend ein geringes ökonomisches Kapital. Eines Tages werden auch wir uns eines dieser schönen Häuser leisten können und unseren Überfluss mit den Anderen teilen. Bis es so weit ist, gleichen wir ökonomische Defizit durch kulturelles Kapital aus und erwecken den Anschein, dass auch wir aus Reichtum verzichten.

In unseren bisherigen Beobachtungen wurde die Kreuzstraße durch Personen mit hohem kulturellen, sozialen und teils auch ökonomischen Kapital als aufgeräumte und ruhige Wohngegend definiert, in der ebenjene ein freundliches Miteinander pflegen. Das dieses Verständnis nicht unangefochten ist, wird bei einem weiteren Blick ins Straßenbild deutlich: Die Antithese der räumlichen Grenzziehung ist die visuelle Besetzung dieser Grenzen. Während eine Gruppe durch Wände, Gartenzäune und Treppen Tatsachen schafft, nutzt die Andere ebendiese als Leinwand ihres Machtanspruchs. Der Gegenpol des Gartenzauns heißt Graffiti und breitet sich exponentiell auf visuell eingenommenen Flächen aus. Aus diesem Grund sind Hausbesitzer bemüht diese Angriffe möglichst schnell zu überstreichen, um einer Ausbreitung der Antithese entgegenzuwirken. Manche Hausbesitzer gehen sogar noch einen Schritt weiter und versuchen die visuellen Angreifer mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, indem sie Freiflächen selbst beanspruchen und ihre Häuser mit großformatigen, vollflächigen Motiven bemalen lassen. Hierbei scheint es ratsam zu sein, die Fläche durch unverfängliche, kindliche und populäre Motive „unsichtbar“ werden zu lassen. Der Versuch hingegen, eine der Technik entgegenstehende, eigene Aussage zu treffen, kann als Provokation aufgefasst werden und Gegenschläge provozieren. Während die Ernie und Bert als Werderfans laut den Hausbesitzern bereits Jahre unbeschadet überstanden haben, ist die freizuhaltende Garage bereits nach kurzer Zeit zurückerobert worden. „YUIPPIES („Yuppies“ Anm. d. Verf.) PISS OFF!“, steht nun in großen, gesprühten Lettern auf Sportwagenmotiv.
Das Graffiti dringt, begleitet von Stickern und über Stromleitungen hängenden Schuhen in Richtung Kreuzstraße und ist Botschafter der wenige hundert Meter entfernten urbanen Party-Meile am Sielwall. Dieser meist implizit ausgetragene Interessenkonflikt zwischen ruhiger Wohnlage und ausgelassener Tanzfläche fand im Sommer 2015 seinen Höhepunkt in Form eines kostenlosen Open Air Festivals mit dem Titel: „Das Viertel lebt!“. Zehntausende² BremerInnen folgten dem Aufruf der Initiative Kulturschutzgebiet und demonstrierten so ihre Unterstützung für bunte Kneipenszene im Viertel.

Auf Grundlage meiner bisherigen Darstellung, könnte man erwarten, eine klare Front zwischen vorgartenpflegenden Bildungsbürgern und urbanen Kulturschaffenden vorzufinden. Das dem nicht so ist, offenbarte sich mir anhand eines Gesprächs zweier älterer Damen, welche die Garagenaufschrift auf der Garage mit „Find’ ich auch!“, kommentierten. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit scheinen beide Gruppe erstaunlich viele Schnittpunkte zu finden. Dies scheint daran zu liegen, dass in vielen Fällen nicht das ökonomische, sondern das kulturelle und soziale Kapital als Türöffner dient. Was aber passiert mit Personen, die sowohl geringes ökonomisches, als auch soziales und kulturelles Kapital aufweisen? Und wie offenbart sich dieser Mangel in der privaten Gestaltung des öffentlichen Raums?

Auf Grundlage der oben beschrieben räumlichen Distanz und der daraus resultierenden sozialen Nähe der Anwohner ist ein ausgefeiltes System von sozialen Codes entstanden, teilweise mit gesellschaftlichen Normen bricht und somit für Außenstehende schwer zu überblicken sind. Während Insider durch minimale Grenzübertritte ihr Grenzbewusstsein demonstrieren und somit zusammenschweißt werden, werden Outsider durch durch gröbere Grenzübertritte entlarvt. Insider wissen über den imaginären Grenzstreifen, welcher den Gehweg vor dem Gartenzaun in das eigene Hoheitsgebiet mit einschließt. Dort lange zu verweilen, würde einem Regelbruch gleichkommen. Wer dies einfach so tut, wäre also ein Outsider. Wer sich allerdings des Grenzübertritts bewusst ist und dies gegenüber den Gartenzaunbesitzern kundtut, zeichnet sich als Angehöriger der In-Group aus. Eine mögliche Aussage wäre, „Wir haben gedacht, wir kommen mal rüber und genießen eure tolle Sonne. Sitzen wir dir im Weg?“. Indem von „eurer Sonne“ und „im Weg sitzen“ gesprochen wird, suggeriert die regelbrechende Person, dass Sie sich ihrer Tat bewusst ist und damit nicht den räumlichen Anspruch ihres Gegenüber anfechten möchte. Unterstrichen werden, kann diese Konstruktion der Zugehörigkeit durch die Repräsentation kulturellen Kapitals in Form von Zeitungen oder Büchern. Beliebt ist auch die Betonung des eigenen Verzichts und die Selbstdarstellung als Person, die nicht viel braucht, zum Glücklich sein. Anhaltspunkte hierfür wären die Nutzung einfacher Sitzgelegenheiten oder Kissen, welche suggerieren, dass man oft draußen sitzt, sowie das Praktizieren kultureller Praktiken, die eigentlich Geld Kosten und in diesem Kontext weitestgehend kostenfrei sind. Beispielsweise Kaffeetrinken mit Freunden. Auch an diesem Beispiel zeigen sich das kulturelle und soziale Kapital als Zugangsbeschränkung für soziale Teilhabe.

Nicht bloß durch die minimal Grenzübertritte der In-Group sind die sozialen Regeln in der Kreuzstraße für Nichtwissende schwer zu erfassen. Erschwerend kommt hinzu, dass grobe Regelverletzungen nicht öffentlich geahndet werden, denn auch sie dienen der In-Group zur gegenseitigen Identifikation. Wer merkt, dass etwas nicht passt, kennt scheinbar die Regel und gehört dazu. Um ein stärkeres „Wir“ zu erzeugen, sind die „Anderen“ sogar teilweise erwünscht. So zum Beispiel ein Mann, der regelmäßig zum Pfand sammeln von Haus zu Haus läuft und devot vor der halben Treppe wartet, bis die Bewohner mit ein paar Almosen zurückkehren.

Das diese sozialen Spielereien der In-Group, Personen mit geringem sozialen Kapital komplett verwirren können, liegt nahe. Ein Beispiel hierfür, konnte ich vor einigen Wochen beobachten:
Eines Morgens saßen zwei Männer auf der Treppe eines gegenüberliegenden Hauses. Da es ungewöhnlich ist, auf der Treppe eines fremden Hauses zu sitzen, ging ich davon aus, dass zumindest einer von ihnen dort wohnte. Die Männer schienen betrunken zu sein und unterhielten sich lautstark. Es schien hauptsächlich darum zu gehen, dass einer der Männer (A) wohl seit längerem in diesem Haus gewohnt hat und nun herausgekauft werden sollte. Eine Verdrängung durch mangelndes ökonomisches Kapital. Allem Anschein nach, fehlte ihm auch das nötige soziale oder kulturelle Kapital um mit dieser existenziellen Bedrohung konstruktiv umzugehen. Er schien hilflos und verzweifelt zu sein, in Kombination mit Alkohol entstand Wut. Wut auf die Welt und vor allem auf die „Zahnarztschlampe“ von Gegenüber, die ihn aus seinem Haus wirft. Hinzu kamen sexistische Sprüche zu Passantinnen. In Inhalt und Form also ein klarer Regelverstoß.
Wie bereits oben beschrieben, werden solche Verfehlungen aber nicht explizit geahndet, sondern zur Demonstration des eigenen Kapitals genutzt. So dauerte es nicht lang, bis ein Anwohner (B) sich zu A setzte, ihm verständnisvoll die Hand auf die Schulter legte, zuhörte und ruhig auf ihn einredete. Nach ein paar Minuten entfernte sich B wieder, A blieb noch ein paar lautstarke Stunden. Teil mit seinem Freund, teils alleine.
Ungefähr eine Woche später sah ich A erneut. Es war Vormittag und wieder hielt er sich im Vorgarten des gegenüberliegenden Hauses auf. Wie in der vorherigen Woche, schien er betrunken zu sein und wieder teilte er lautstark seine Gedanken mit. Allerdings schien sich seine Taktik verändert zu haben. An diesem Morgen brüllte er Autofahrer an, die falschherum in die Einbahnstraße fuhren, oder an scheinbar ungünstigen Orten hielten oder parkten. Er schien nicht mehr gegen das Establishment zu kämpfen, sondern zu versuchen sich als Verfechter der lokalen Interessen zu konstruieren. Da aber die In-Group, Regelbrüche nicht auf solch klare Weise bestraft, war dieser Versuch erfolglos.

Im Verlauf des Texts haben wir anhand der Gestaltung des physischen Raums einen machtanalytischen Blick auf ein Milieu geworfen, welches für die In-Group viele Freiheiten und für die Out-Group viele Beschränkungen beinhaltet. Des weiteren haben wir offengelegt, wie dieses Machtverhältnis institutionalisiert auf aufrechterhalten wird. Es ist davon auszugehen, dass Personen, welche diese Untersuchung bis zum Ende gelesen haben, über ein hohes kulturelles Kapital verfügen und somit, genau wie ich, zur beschriebenen In-Group zählen würden. In diesem Sinne beschreibt der vorliegende Text den Versuch, ein Milieu, welches den Lesenden normalerweise nur Vorteile bringt, von einem gegensätzlichen Standpunkt aus zu betrachten. Mit diesem Wissen erklärt sich auch, die drastische und teils negative Darstellung des sozialen Miteinanders.

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¹ Wenn ich von Kapital spreche, beziehe ich mich auf Pierre Bordieus Definitionen von ökonomischen, sozialem und kulturellem (Kenntnisse) Kapital. Kurz gesagt stehen diese für die Verfügungsmacht über seltene Güter; soziales Ansehen und Verfügungsmacht über Menschen; sowie für Kenntnisse im Umgang mit Zeichen und Bedeutung und daraus resultierende Deutungsmacht.
Pierre Bourdieu (1983): Ökonomisches Kapital – Kulturelles Kapital – Soziales Kapital. In: Die verborgenen Mechanismen der Macht, S. 49–80.

² http://www.kreiszeitung.de/kultur/bremenlebt-das-viertel-lebt-zehntausende-menschen-stroemen-clubs-sielwallkreuzung-4988497.html